| Auch heute noch hat die Kurzwelle durchaus ihre Berechtigung im Chor
der Medienlandschaft. Nur müßte ihre Stimme etwas lauter schreien,
um Gehör zu finden ! Wir Kurzwellenhörer sollten etwas mehr Werbung
für "unser" Hobby machen - es auch nach außen tragen. Der Aufwand
ist nicht groß, und Möglichkeiten gibt es viele. Wer Lehrer
kennt, oder selbst einer ist, der könnte doch sein Kurzwellenhobby
einmal an den Projekttagen der Schulen vorstellen, Kurzwellenclubs und
Hörer-Hobbygruppen sollten nicht nur bei internen Treffen ihre Erfahrungen
untereinander austauschen - Nein! - man muß raus zu den Leuten, selbst
mal aktiv werden ! Wenn der internationale Kurzwellenrundfunk (zu) wenig
Hörer hat, dann kann man nur durch Aktivitäten dagegen steuern.
Die "Alten Hasen" könnten z.B. bei den Volkshochschulen Praxisvorträge
oder Workshops machen (dort lassen sich auch sehr schön die Empfangsmöglichkeiten
am Abend zeigen). Manch eine kleine Regionalzeitung ist auch dankbar für
Beiträge von engagierten Hörern oder Vereinen.
Die Kurzwelle ist nicht nur ein Hobby reiferer Männer (man sollte die Bezeichnung "OM" nicht so wörtlich nehmen !); auch die leider bei uns immer noch unterrepräsentierten Frauen sollten mal aktiver mitmachen, vor allem aber sollten die jungen Leute zwischen 15 und 20 für dieses meist zwischen Internet, Gameboy und Kabelfernsehen ins vergessen geratene Hobby begeistert werden. Hobbys, die man gar nicht kennt, wird man auch nicht ausüben. So einfach ist das. Seien wir mal ehrlich - die meisten Neulinge kommen doch eher durch Zufall dazu, Kurzwelle zu hören. Immer, wenn ich mit Leuten ins Gespräch komme, und das Hobby erwähne, wollen sie mehr darüber wissen - wissen die meisten überhaupt nicht, dass es noch so etwas gibt ! Dabei bietet gerade in unserer in Worten oft so lautstark gepriesenen "multikulturellen Gesellschaft" das Hören weltweiter Rundfunkstationen mit einfachsten Mittel einen echten und praxisnahen Beitrag, das Verständnis für fremde Kulturen zu fördern. Warum sollte im Bereich Kurzwellenhören/DXen nicht das möglich sein, was bei ehrenamtlichen Hilfsdiensten, Sportvereinen und anderen Freizeitgruppen möglich ist - die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken ? Alles was man dazu braucht, ist Engagement und ein wenig Zeit. |
Liebe OM´s, liebe YL´s, schreibt
mir Eure Meinung dazu, und gebt diese Idee einmal im Hobbykreis weiter
!